Holzdielen knarren im Altbau – Ursachen lokalisieren und stilllegen

Wenn in Ihrem Altbau die Holzdielen beim Betreten knarren, ist das meist kein Zeichen für mangelhafte Substanz, sondern für die natürliche Bewegung des Holzes im Zusammenspiel mit der alten Unterkonstruktion. Bevor Sie jedoch grundlos anfangen, die Dielen zu bearbeiten, sollten Sie die Geräuschquelle präzise lokalisieren. Gehen Sie dazu in Socken über den Boden und üben Sie gezielt Druck an verschiedenen Stellen aus, am besten mit dem ganzen Körpergewicht. Achten Sie darauf, ob das Knarren eher beim Aufsetzen der Ferse oder beim Abrollen über den Ballen auftritt. Häufig liegt die Ursache in locker sitzenden Nägeln oder Schrauben, die sich über Jahrzehnte aus dem tragenden Balken gezogen haben. In diesem Fall hilft es, die Befestigungsmittel nachzuziehen oder durch etwas längere Schrauben zu ersetzen, die Sie schräg in den darunterliegenden Balken setzen. Eine andere, sehr verbreitete Ursache ist das Reiben zweier benachbarter Dielenkanten aneinander, was sich als hohes, quietschendes Geräusch äußert. Hier genügt es oft, die Fuge mit etwas Gleitmittel, etwa auf Talkum- oder Silikonbasis, zu behandeln, wobei Sie vorsichtig mit der Dosierung sein sollten. Wenn Sie möchten, dass Ihre Maßnahmen nachhaltig wirken und Sie das Thema dauerhaft abschließen, müssen Sie beim “altbau sanieren” systematisch vorgehen und nicht nur punktuell flicken. Haben Sie die betroffene Stelle gefunden, sollten Sie zunächst prüfen, ob sich die Dielen gegenüber dem Untergrund anheben lassen. Ein klassischer Fall ist, dass sich die Nut-und-Feder-Verbindung zwischen den Dielen gelöst hat und die einzelnen Bretter nun gegeneinander arbeiten, sobald Sie darüberlaufen. www.mellory.de , um dieses Knarren stillzulegen, ist das Einschlagen von keilförmigen Holzspänen oder dünnen Pappstreifen in den Zwischenraum zwischen Balken und Diele, allerdings nur dort, wo Sie auch tatsächlich freien Zugang von oben haben, also im Bereich von sichtbaren Fugen. Arbeiten Sie dabei niemals mit Gewalt, sondern treiben Sie den Keil behutsam mit einem Hammer und einem kleinen Holzstück als Zwischenlage ein, bis der Spalt geschlossen ist. In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, die Diele von oben mit einem Bohrer eine kleine Öffnung zu versehen, durch die Sie PU-Schaum oder eine spezielle Montagepaste in den Hohlraum unter der Diele einbringen. Dieser Schaum dehnt sich aus und verfüllt den Bereich, sodass das Brett fest auf dem Untergrund liegt. Achten Sie darauf, nicht zu viel Material zu verwenden, da sich das Holz sonst wölben könnte. Ein solches Vorgehen erfordert etwas Fingerspitzengefühl, ist aber gerade beim “altbau sanieren” eine bewährte Lösung, um störende Geräusche ohne großen Aufwand zu beseitigen. Falls das Knarren trotz aller Bemühungen weiterhin besteht, liegt das Problem meist tiefer, nämlich in einer zu starken Durchbiegung der Balken oder in einer abgenutzten, nicht mehr tragfähigen Verbindung zwischen Balken und Mauerwerk. In diesem Fall sollten Sie großflächiger denken und die betroffenen Dielen im Bereich der Stöße vorsichtig mit einer Säge kürzen oder die Kanten abschrägen, um so Luft für eine Bewegung zu schaffen. Eine andere, sehr robuste Methode ist das nachträgliche Verschrauben der Dielen mit dem Unterzug, wobei Sie die Schraubenköpfe versenken und die Löcher mit Holzkitt schließen. Wichtig ist, dass Sie die Schrauben nicht zu fest anziehen, weil das Holz sonst reißt. Wenn Sie diese Maßnahmen durchführen, sollten Sie immer bedenken, dass Holz ein natürlicher Werkstoff ist, der auf Feuchtigkeit und Temperatur reagiert. Planen Sie daher bei Ihrem “altbau sanieren” immer etwas Reserve für jahreszeitliche Bewegungen ein. Letztlich entscheidend ist, dass Sie die Ursache genau kennen, anstatt nur das Symptom zu bekämpfen. Mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen werden Sie den unangenehmen Tritt-Geräuschen in Ihrem Zuhause ein Ende setzen und wieder ruhigen Schrittes durch die Räume gehen können, ohne dass jeder Schritt Sie an die alternde Substanz erinnert.